Welche Überwachungskamera für außen passt zu Ihrem Haus?
Bevor Sie sich ein Modell aussuchen, lohnt sich ein kurzer Rundgang ums Haus. Wo soll die Kamera hängen? Gibt es dort eine Steckdose? Reicht das WLAN bis dorthin? Mit diesen drei Antworten ist die Wahl schon zur Hälfte getroffen.
WLAN-Kamera mit Stromanschluss
Haben Sie an der Fassade eine Steckdose, oder können Sie ein Kabel nach draußen führen, ist eine WLAN-Kamera mit Netzteil die einfachste Lösung. Sie läuft rund um die Uhr und Sie müssen nie an einen Akku denken. Die HomeCam Dual PTZ von Avidsen hat zum Beispiel zwei Objektive: ein festes und ein motorisiertes. So behalten Sie mit einer einzigen Kamera die Haustür und die Einfahrt gleichzeitig im Blick.
Überwachungskamera außen: Akku und Solarpanel
Am Gartenhaus, am Carport oder am Hoftor fehlt meist Strom. Hier ist eine Akku-Überwachungskamera für außen die richtige Wahl: Sie wird angeschraubt, verbindet sich über WLAN mit Ihrem Router und ist sofort einsatzbereit. Ein kleines Solarpanel lädt den Akku tagsüber nach, sodass Sie ihn kaum noch abnehmen müssen. Nach diesem Prinzip funktionieren die HomeCam WRBAT und die HomeCam Battery 2,5K PTZ von Avidsen sowie die Solar Eye von Blaupunkt. Achten Sie nur darauf, dass das Panel einige Stunden am Tag Sonne bekommt.
4G-Kamera für Orte ohne WLAN
Kommt das WLAN nicht bis zum Montageort, etwa am Ende eines großen Grundstücks, im Schrebergarten oder am Ferienhaus, nutzt eine 4G-Kamera das Mobilfunknetz. Die HomeCam SUN von Avidsen arbeitet mit einer SIM-Karte und bezieht ihren Strom aus Akku und Solarpanel. Sie ist damit völlig unabhängig von Ihrem Hausnetz.
Worauf es bei einer Außenkamera ankommt
Schutzklasse: Wie wetterfest muss die Kamera sein?
Die IP-Schutzklasse gibt an, wie gut das Gehäuse gegen Staub und Wasser geschützt ist. Eine Kamera mit IP44 ist gegen Spritzwasser geschützt. Montieren Sie sie am besten unter einem Vordach oder einem Dachüberstand, wo sie nicht direkt im Regen hängt. Ab IP65 ist das Gehäuse staubdicht und hält auch Strahlwasser aus. Eine solche Kamera kann frei an der Fassade hängen, wie die Rheita 100 von Thomson oder die Solar Eye von Blaupunkt. Die genaue Schutzklasse finden Sie auf jeder Produktseite.
Auflösung und Blickwinkel
Mit Full HD (1080p) erkennen Sie gut, wer in der Einfahrt steht. Mit 2K oder 2,5K (3 bis 4 MP) sehen Sie mehr Details, zum Beispiel ein Gesicht oder ein Kennzeichen, und können ins Bild hineinzoomen, ohne dass es verpixelt. Eine motorisierte Kamera (PTZ) lässt sich über die App schwenken und neigen und deckt so einen deutlich größeren Bereich ab als eine feste Kamera. Mit Autotracking folgt sie einer erkannten Person sogar automatisch.
Nachtsicht und Beleuchtung
Nachts zeigt sich, was eine Außenkamera wirklich kann. Infrarot-LEDs liefern auch in völliger Dunkelheit ein Schwarz-Weiß-Bild, je nach Modell bis etwa 10 m oder, bei der Rheita 100, bis 25 m weit. Kameras mit eingebauter Leuchte, wie die Rheita 100 oder die HomeCam Dual PTZ, schalten bei Bewegung das Licht ein. Das hellt das Bild auf und schreckt ungebetene Besucher ab, bevor sie überhaupt an der Tür sind.
Erkennung, Alarmmeldung und Zwei-Wege-Audio
Eine einfache Bewegungserkennung meldet sich auch, wenn ein Ast im Wind schwankt oder die Katze über den Rasen läuft. Mit Personenerkennung bekommen Sie nur dann eine Alarmmeldung per Push-Benachrichtigung auf Ihr Smartphone, wenn tatsächlich ein Mensch im Bild ist. In der App legen Sie außerdem fest, welche Zonen überwacht werden sollen.
Über Zwei-Wege-Audio mit Mikrofon und Lautsprecher können Sie direkt mit der Person vor der Kamera sprechen, ob Paketbote oder Fremder. Viele Modelle haben zusätzlich eine Sirene, die Sie per App aus der Ferne auslösen.
Speicherung der Aufnahmen
Die Kameras speichern ihre Videos auf einer microSD-Karte mit bis zu 128 GB, die je nach Modell separat erhältlich ist. Die Aufnahmen bleiben also bei Ihnen zu Hause und Sie können sie jederzeit in der App ansehen. Möchten Sie mehrere Kameras an einem Ort aufzeichnen, finden Sie in dieser Kategorie auch Digitalrekorder und WLAN-Videoüberwachungssets.
WLAN, App und Smart Home
Die meisten Modelle verbinden sich über 2,4 GHz WLAN mit Ihrem Router, einige auch über 5 GHz. Testen Sie vor der Montage, ob das Signal stark genug ist: Halten Sie einfach Ihr Smartphone an die geplante Stelle. Gesteuert werden die Kameras über eine kostenlose App, bei Avidsen ist das Avidsen Home. Nutzen Sie Amazon Alexa oder Google Assistant, finden Sie hier auch Alexa-kompatible Modelle: Die HomeCam Dual PTZ, die HomeCam Battery 2,5K PTZ und die Rheita 100 lassen sich per Sprachbefehl in Ihr Smart Home einbinden.
Überwachungskameras für außen im Vergleich
| Modell | Ideal für | Verbindung | Auflösung | Nachysicht |
| HomeCam Dual PTZ (Avidsen) | zwei Bereiche mit Stromanschluss | WLAN 2,4 GHz | 2K, zwei Objektive | Infrarot 10 m, Leuchte |
| Rheita 100 (Thomson) | freie Montage an der Fassade, IP65 | WLAN 2,4 GHz | Full HD | Infrarot 25 m, Leuchte |
| HomeCam Battery 2,5K PTZ (Avidsen) | Orte ohne Steckdose, Akku und Solar | WLAN 2,4 und 5 GHz | 2,5K | Infrarot 10 m |
| HomeCam WRBAT (Avidsen) | Orte ohne Steckdose, Akku und Solar | WLAN | 2,5K (4 MP) | Infrarot 10 m |
| Solar Eye (Blaupunkt) | Orte ohne Steckdose, IP65 | WLAN 2,4 und 5 GHz | 2,5K (4 MP) | 10 m, Leuchte |
| HomeCam SUN (Avidsen) | Orte ohne WLAN | 4G mit SIM-Karte | 2,5K (4 MP) | Infrarot 10 m |
Überwachungskamera außen montieren: Unsere Tipps
• Höhe: Etwa 2,5 bis 3 m über dem Boden ist ideal. So ist die Kamera außer Reichweite und Gesichter sind trotzdem gut zu erkennen.
• Gegenlicht vermeiden: Richten Sie die Kamera nicht direkt in die Sonne oder auf eine Straßenlaterne, sonst wird das Bild überstrahlt.
• WLAN prüfen: Ein schwaches Signal führt zu ruckelnden Bildern und verspäteten Meldungen.
• Solarpanel ausrichten: Am besten nach Süden und ohne Schatten von Bäumen oder Dachrinnen.
• Datenschutz beachten: In Deutschland dürfen Sie nur Ihr eigenes Grundstück filmen. Gehweg, Straße und Nachbargrundstück gehören nicht ins Bild. Ein Hinweisschild zur Videoüberwachung ist außerdem sinnvoll.
Videoüberwachung für innen
Auch drinnen leistet eine Kamera gute Dienste: um nach Haustieren zu sehen, während Sie arbeiten, um zu prüfen, ob die Kinder gut von der Schule zurück sind, oder um die Ferienwohnung im Blick zu behalten. Motorisierte Innenkameras wie die HomeCam Prim 2,5K oder die HomeCam Indoor 360° von Avidsen decken einen ganzen Raum ab. Die Philips WelcomeEye Look bietet einen verstärkten Privatmodus und eine feine Personenerkennung, damit sich niemand im eigenen Wohnzimmer beobachtet fühlt, wenn Sie zu Hause sind.
Sets, Dummy-Kameras und Digitalrekorder
Wollen Sie mehrere Seiten des Hauses absichern, sind Sets mit zwei, drei oder vier Überwachungskameras praktisch: Alle Kameras laufen in derselben App und Sie wechseln mit einem Fingertipp von der Einfahrt zum Garten. Eine Dummy-Kamera filmt zwar nicht, wirkt aber abschreckend und ergänzt eine echte Kamera an weniger kritischen Stellen. Für eine durchgehende Aufzeichnung mehrerer Kameras gibt es Digitalrekorder. Und wer sein Haus rundum schützen möchte, kombiniert die Videoüberwachung mit einer Alarmanlage.
Was kostet eine Überwachungskamera für außen?
Der Preis hängt vor allem von der Ausstattung ab. Eine feste WLAN-Kamera mit Netzteil ist der günstigste Einstieg. Motor, höhere Auflösung, Akku mit Solarpanel oder eine 4G-Verbindung machen eine Kamera teurer, ersparen Ihnen aber Kabelarbeiten oder decken einen größeren Bereich ab. Brauchen Sie mehrere Kameras, lohnt sich oft ein Set. Den aktuellen Preis sowie Informationen zu Lieferung und Versand finden Sie auf jeder Produktseite. Haben Sie Fragen zur Wahl Ihrer Kamera, berät Sie unser Kundenservice gern.



